====== Grundsatz der Gewaltenteilung ======
**Art. 20 (2) GG**
Alle [[Staatsgewalt]] geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
Art. 97 GG -> [[Unabhängigkeit der Richter]]
Die [[Unabhängigkeit der Richter]] ist Ausdruck des [[Grundsatz der Gewaltenteilung|Grundsatzes der Gewaltenteilung]]. Sie gehört zu den [[verfassungsgestaltende Strukturprinzipien|verfassungsgestaltenden Strukturprinzipien]] ((vgl. Sodan, in: Isensee/Kirchhof, HStR V, 3. Aufl. 2007, § 113 Rn. 19; Herdegen, in: Dürig/Herzog/Scholz, GG, Art. 79 Rn. 146 ff. ; Detterbeck, in: Sachs, GG, 9. Aufl. 2021, Art. 97 Rn. 1, 6)) und zählt zum Leitbild der rechtsprechenden Gewalt nach dem Grundgesetz.
Die richterliche Unabhängigkeit setzt nach Art. 20 Abs. 2 Satz 2 und Art. 92 GG eine institutionelle Trennung von [[Verfahrensrecht:Rechtsprechung]] und Verwaltung voraus.((BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 08. November 2022 - 2 BvR 2480/10; m.V.a. BVerfGE 4, 331 <345 f.>; 14, 56 <67 f.>; 18, 241 <254>; 26, 186 <197>; 27, 312 <321>; 54, 159 <171 f.>; 103, 111 <139 f.>))
Nach dem für einen Rechtsstaat kennzeichnenden Grundsatz der Gewaltenteilung ist die [[Unabhängigkeit der Gerichte]] gegenüber der Legislative und der Exekutive zu gewährleisten.((BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 08. November 2022 - 2 BvR 2480/10; m.V.a. EuGH, Urteil vom 20. April 2021, Repubblika gegen Il-Prim Ministru, C-896/19, EU:C:2021:311, Rn. 54 mit Bezugnahme auf das Urteil vom 19. November 2019, A. K. gegen Krajow a Rada Sądow nictwa und CP und DO gegen Sąd Najwyższy, C-585/18 u.a., EU:C:2019:982, Rn. 124, sowie vom 2. März 2021, A.B. u.a. gegen Krajowa Rada Sądownictwa, C-824/18, EU:C:2021:153, Rn. 118))
===== siehe auch =====
-> [[verfassungsgestaltende Strukturprinzipien]]